Die Reiserouten durch unsere Städte und Dörfer
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BOUXWILLER 
Alte Hauptstadt der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, wichtiger chemischer und industrieller Pol im 19. Jhd., aktuell Hauptsitz des Kantons. Bouxwiller bietet in seinem historischen Zentrum einen besonderen Reiz, welcher durch eine Politik entsteht, die sich um die Aufbereitung des kulturhistorischen Erbes in Form von zahlreichen Bauwerken und Fachwerkhäusern mit Giebeln und skulpturierten Erkern, kümmert. Zeugen ihrer prestigreichen Vergangenheit, wobei viele dieser Bauwerke als historische Denkmäler klassifiziert wurden, sind:
- die alte Kanzel der Grafschaft von Hanau-Lichtenberg (17. Jhd.) im Stil der Renaissance (derzeitig das Rathaus),
- die alte Schlosskapelle Sankt-Georges im spätgotischen Stil (Anfang 14. Jhd.), und in seiner Verlängerung die Körnerhalle (zukünftiges Museum von Bouxwiller im Hanauer Land),
- die protestantische Kirche: Silbermann Orgel, Kanzel aus der Renaissancezeit, Holzrednerpult mit gemalten Schildern, die biblische Szenen darstellen (Anfang 18. Jhd.),
- die katholische Kirch Sankt-Léger: Reise in das 12. und 14. Jhd., das Kirchenschiff wurde 1779 erbaut. Sie ist mit einer Baldner Orgel von 1668 (ein außergewöhnliches Stück) und vier Grabdenkmälern des 18. Jhds. ausgestattet,
- die alte Synagoge beherbergt zurzeit das jüdisch-elsässische Museum
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INGWILLER
Ingwiller existierte bereits in gallorömischer Zeit, die Stadtwürde wurde ihr im Jahre 1345 vom Kaiser verliehen. Sie bildete zunächst das Zentrum einer bedeutenden Vogtei der Grafen von Hanau-Lichtenberg. Unter diesen Voraussetzungen baute die Stadt ihre Wirtschaftstätigkeit stetig aus, bis hin zu einer mächtigen und vielseitigen Industrialisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Folgende Gebäude sind besonders sehenswert:
- die protestantische Kirche: Kirchturm und Chorraum sind im unteren Bereich im romanischen Stil (12. Jhd.), Chorhalle (18. Jhd.). Das Bauwerk ist mit einer Kanzel im Renaissancestil ausgestattet und besitzt einen Querwölber in Form eines aus Hasen gebildeten Trieders,
- die katholische Kirche Sankt-Madeleine: mit ihrer Einweihung im Jahre 1893 beschließt sie die Zeit des so genannten "Simultaneum" (Nebeneinander) der Baustile. Diese im gotischen Stil erbaute Kirche besitzt ein sehr interessantes Taufbecken (Ende des 15. Jhds.), eine Sauer Orgel (19. Jhd.) sowie Mosaike und Bleifenster aus dem berühmten Werkstätten von Bony in Paris (Ende 20. Jhd.),
- das Rathaus (1825): ein Gedenkstein mahnt an den Wiederaufbau des Schlosses durch Jakob von Lichtenberg im Jahre 1472 (zerstört im Jahre 1677),
- die Synagoge: in ihren Erbauungsphasen, die zwischen 1822 und 1903 liegen, wurde das Gebäude im neo-romanischem Stil auf dem Fundament des alten Schlosses der Grafschaft von Lichtenberg erbaut und ist ausgestattet mit einem zwiebelförmigen Kirchturm im orientalischen Stil, der mit Kupfer beschichtet ist
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NEUWILLER-LES-SAVERNE
Dieses Dorf verdankt seinen Ursprung einer Benediktinerabtei, welche im Jahr 723 durch den Bischhof von Metz gegründet wurde. Unter der Schirmherrschaft der Sankt-Pierre-und-Paul, wurde sie von beachtlichen Gütern bereichert. Drogon, Sohn Karl des Großen, rekonstruierte das Kloster, das einstmalig durch einen Brand teilweise zerstört wurden war und ließ den Körper der Sankt-Adelphi in sie transportieren. 1480 begann die Konstruktion der Sankt-Adelphi Kirche, welche bis zum 13. Jhd. nicht beendet wurde. 1529 gab der Bischhof von Metz seine Rechte an Neuwiller und seine Abhängigkeit an die Grafschaft von Hanau ab, welche neue Reformen einführte. Im Jahre 1633 stand Neuwiller unter dem Schutz des Königs von Frankreich und war mit einer Garnison ausgestattet. 1789 wurde das Dorf an den Kanton von Bouxwiller angeschlossen. Im Jahr 1800 wurden die folgenden Kirchen dem Dorf zugewiesen: die Kirche Sankt-Pierre-et-Paul im katholischen Glauben und die Sankt-Adelphi Kirche mit einer protestantischen Gemeinde. 1802 bis 1947, gehörte die "Stadt" dem Kanton von La Petite Pierrre an, danach ging sie wieder in den Kanton von Bouxwiller über.
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PFAFFENHOFFEN

Die Stadt der Bilder zeigt selbstverständlich sämtliche Darstellungsweisen in ihrem Museum, aber auch in den Straßen, in denen Sie alte und zeitgenössische, gemalte und geschnitzte Kunstwerke entdecken können, geschichtsträchtige Orte auf den Spuren Albert Schweitzers, des Physikers Joliot-Curie sowie von Jean-Paul Sartre. Pfaffenhoffen, ein befestigtes Dorf, fällt im 15. Jahrhundert an die Grafen von Hanau-Lichtenberg und avanciert zum Sitz der Vogtei. Aufgrund einer regen Tuchmachergilde und als bedeutender Umschlagplatz für Wolle und Leder entwickelt sich das Dorf zu einem reichen Handelszentrum und genießt die Segnungen einer zunehmenden Industrialisierung, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts anhält.
Sehenswerte Gebäude sind:
- die alte Synagoge
- die katholische Kirche Sankt-Pierre-et-Paul: Ein Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, errichtet auf den Resten einer romanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Erhalten blieben zunächst Kirchturm und Chorraum der alten romanischen Kirche, die jedoch schließlich den Renovierungs- und Erhöhungsarbeiten im Jahre 1884 zum Opfer fielen. Folgende Teile sind noch heute erhalten: das Kirchenschiff (15. Jhd.) und die Krypta (13. Jhd.). Im Außenbereich sind vier Grabsteine des Adelsgeschlechts zu Wickersheim (Anfang 17. Jhd.) erhalten sowie Teile von Säulen (11. Jhd.), eine Kreuzigung und ein Leidensweg Christi (19. Jhd.),
- die protestantische Kirche: dieses im neo-byzantinischen Stil errichtetes Bauwerk wurde im Jahre 1885 eingeweiht,
- ehemalige Brauerrei Moritz: Renaissancestil, erbaut im Jahre 1577. Hier ist das Museum für volkstümliche, handgemalte Widmungsbriefe untergebracht
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WEITERSWILLER
Während vier Jahrhunderten, war das Dorf ein Lehnsgut. An die Lehnherrschaft von Fleckenstein angeschlossen, trennte es die Grafschaft Hanau-Lichtenberg von der von La Petite Pierre. Im Jahre 1383, erteilte der König Wenceslas, Henri von Fleckenstein ein Recht des Zolls und des Wegegeldes im Dorf am "Zollstock". Heute noch zu besichtigen ist die historische Kirche mit ihren Fresken.
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